Die porträtierten Stuttgarter Filmkritiker aus Lob ist schwerer als Tadel
Dokumentarfilm · Deutschland 2016

Lob ist schwerer als Tadel

Stuttgart und seine Filmkritiker

Braucht die Welt überhaupt Filmkritiken? Macht ein Verriss mehr Spaß als ein Lob? Und was macht eigentlich einen guten Kritiker aus? Neun Stuttgarter Filmjournalisten sprechen über ihre Arbeit, ihre Leidenschaft für das Kino und einen Beruf im Wandel.

LandDeutschland
Jahr2016
Länge98 Min.
Format2K DCP
Bild1:2.39 · Farbe
Ton5.1 Surround
Der Film

Menschen hinter den Kritiken.

Ein Film über Kino, Journalismus und die Frage, wie sich professionelle Filmkritik in einem radikal veränderten Medienumfeld behauptet.

An Fragen wie „Braucht die Welt überhaupt Filmkritiken?“, „Macht ein Verriss mehr Spaß als ein Lob?“ und „Was sind die Aufgaben der Filmkritik?“ wagt sich Wolfram Hannemanns abendfüllender Dokumentarfilm Lob ist schwerer als Tadel – Stuttgart und seine Filmkritiker.

Porträtiert werden neun bekannte Filmjournalisten der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Freimütig erzählen sie über ihre Arbeit, ihren Weg zum Beruf, prägende Filmerlebnisse und die Veränderungen, denen Filmkritik und Pressevorführungen ausgesetzt sind.

Mitwirkende:
Herbert Spaich, Thomas Klingenmaier, Bernd Haasis, Peter Kreglinger, Thomas Volkmann, Sabine Fischer, Kathrin Horster, Rupert Koppold, Klaus Friedrich u. a.

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Mehrere Blu-ray-Exemplare von Lob ist schwerer als Tadel
Fürs Heimkino

Der Film auf Blu-ray.

15,– €

Hauptfilm im Format 1:2.39 mit Dolby Digital 5.1, deutsche Fassung, dazu eine Featurette über die Weltpremiere und der Trailer.

Pressestimmen

Lob. Und ein wenig Tadel.

Stimmen zum Film – von Presse, Filmblogs, Kollegen und Kinobesuchern. Drei kurze Zitate als Einstieg, die vollständige Sammlung direkt darunter.

„Wolfram Hannemanns wundervolle Dokumentation über die Stuttgarter Filmkritiker.“
Georgios Tsapanos · Kinogucker, 2025
Kritik lesen
„Die Gesichter hinter der Stuttgarter Filmkritik zeigt der Dokumentarfilm auf einfühlsame und sympathische Weise.“
Der Goldene Samuel
Website besuchen
„Geschafft hat es Wolfram Hannemann mit seiner Doku durchaus zu überzeugen. Filmaufbau und Schnitt sowie Musik sind gut gelungen.“
Klaus Pellkofer alias A. G. Wells · Filmkritik / Kommentar
Alle 17 Pressestimmen und Kommentare
Georgios Tsapanos · Kinogucker Filmkritik · 2025

Eine ausführliche Filmkritik von Georgios Tsapanos ist auf Kinogucker erschienen.

Filmkritik bei Kinogucker lesen
Der Goldene Samuel Filmkritik

„Die Gesichter hinter der Stuttgarter Filmkritik zeigt der Dokumentarfilm von Wolfram Hannemann auf einfühlsame und sympathische Weise. Die Herren – in der Mehrheit ist dieser Berufszweig männlich geprägt – gewähren Einblicke in ihre cineastische Sozialisation und schwärmen von Disneyfilmen oder Musikfilmen mit Peter Alexander als erste Kinoeindrücke.

Da führt Rupert Koppold schon mal durch die heimische Filmsammlung, die sich durch das ganze Haus erstreckt und zeigt Klaus Friedrich, wie er mit seinem Wanderkino zu den Menschen geht. Peter Kreglinger schwadroniert über Gespräche mit Bruce Willis, Herbert Spaich, die sympathische Stimme bei SWR2, berichtet aus Mössinger Jugendtagen und Bernd Haasis und Thomas Klingenmaier schildern die Veränderungen, denen der Beruf unterworfen ist.

Mit Kathrin Horster und Sabine Fischer mischen mittlerweile auch zwei weibliche Stimmen mit, wobei Erstere durch eine äußerst reflektierte Haltung hervorsticht. Fazit: Kino hat viele Facetten – Filmkritik auch!“

Der Goldene Samuel
Stuttgarter Zeitung 15. Dezember 2016 · „Was Kritiker für Menschen sind“

Was Kritiker für Menschen sind

Wolfram Hannemann, einer der Filmkritiker unserer Zeitung, begibt sich immer wieder auch hinter die Kamera. Wer Stuttgarter Filmpremieren mit Gästen verpasst, hat gute Chancen, auf Youtube ein filmisches Porträt des Abends von ihm zu finden, oft auch Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Für seine erste abendfüllende Dokumentation, „Lob ist schwerer als Tadel“, hat sich Hannemann der eigenen Zunft zugewandt.

In Zeiten des von vielen interessierten Seiten geschürten Zweifels an der Integrität von Journalisten hat Hannemann kein Porträt von Arbeitsabläufen in Angriff genommen. Er hat versucht herauszufinden, was für Menschen das eigentlich sind, die berufshalber über Kino schreiben und reden. Dazu hat er Sabine Fischer, Kathrin Horster, Klaus Friedrich, Bernd Haasis, Thomas Klingenmaier, Rupert Koppold, Peter Kreglinger, Herbert Spaich und Thomas Volkmann befragt.

Am Donnerstag, dem 15. Dezember, um 19 Uhr zeigt das Delphi „Lob ist schwerer als Tadel“ in einer Sondervorführung. Die meisten Protagonisten und der Regisseur werden anwesend sein und Fragen des Publikums beantworten.

Peter Kreglinger Reaktion via E-Mail
„...besten Dank für den vergnüglichen Abend mit einem kurzweiligen Film über diese merkwürdige Spezies von Print/Radio/TV-Mitarbeitern. Lassen Sie mich bitte wissen, wann es das Werk auf DVD zu kaufen gibt. (Damit meine Enkel dereinst mal was zu lachen haben...)...“
Thomas Schuckert Reaktion via E-Mail

„...ich wurde nicht enttäuscht – wie ich dir ja schon geschrieben hatte stehe ich auf Filme, Bücher in denen Leute was über sich, ihr Leben und Arbeit erzählen/berichten. Gesichter zu Namen zu bekommen, wie du es genannt hast ... gut, Klingenmaier kannte ich ja schon aus den alten Heilbronner Zeiten. Du erhältst also von mir viel Lob für die tolle Arbeit, war bestimmt nicht einfach alles unter einen Hut zu bekommen und einen gewissen Zeitrahmen auch im Auge zu behalten.

Ein bisschen Tadel – frei nach dem Filmtitel, obwohl mir das Lob nicht schwer fällt – soll es aber dann doch sein: den Volkmann hätte ich weggelassen, er hatte eigentlich nichts besonderes zu sagen. Dafür bissel mehr von der ganz Jungschen, die sich ja nicht nur vom Alter her von den „alten Hasen“ unterscheidet ... obwohl sie ein bisschen überbelichtet erschien in dem roten Plüschkinosessel. Bei Klingenmaier und Koppold hätte ich mir 1.85:1 statt Scope gewünscht ...

die beiden haben nämlich auch ’ne Körpersprache an den Tag gelegt, die leider dann an Kopf und Händen beschnitten war und damit mir und allen anderen verborgen blieb. Damit aber auch genug der Kritik...“

Hans-Joachim Pulli Reaktion via E-Mail
„...Ich fand es faszinierend wie du im Film das Dilemma des Kritikers zwischen gut und schlecht herausgearbeitet hast. Filmkritik ist ein bisschen mehr als eine Inhaltsangabe. Das war dem Laien – wie mir – gar nicht klar. Was mir vom technischen Aspekt sehr gut gefallen hat, wie du die Personen platziert hast, um das Widescreen-Format zu nutzen. Sehr guter Bildaufbau!...“
Rupert Koppold Reaktion via E-Mail
„...Glückwunsch zu deinem Film! Sehr unterhaltsam, amüsant und auch erhellend. Und wunderbar „illustriert“ mit Fotos, Plakaten, Ton etc. Auch wenn ich selber den einen oder anderen Satz von mir bereue, muss ich sagen: hat Spaß gemacht!...“
Dr. Joachim Polzer · Dusk of Digital Blogbeitrag

Dr. Joachim Polzer beschäftigte sich im Blog Dusk of Digital mit dem Film und der Stuttgarter Filmkritiker-Szene.

Beitrag bei Dusk of Digital lesen
LIFT – Das Stuttgart Magazin Februar 2017 · „Unter Eunuchen?“

Der Beitrag aus dem Februar-Heft ist als Originalausschnitt erhalten:

Presseausschnitt aus LIFT – Das Stuttgart Magazin, Februar 2017
Kinostar Arthaus Heilbronn Februar-Programmheft 2017

Der Beitrag aus dem Kinostar-Programmheft als Originalseite:

Programmheft Kinostar Arthaus Heilbronn, Februar 2017
Esslinger Zeitung 14. Februar 2017

Der Artikel der Esslinger Zeitung als Originalausschnitt:

Presseausschnitt aus der Esslinger Zeitung vom 14. Februar 2017
Ernst A. aus Winterbach Reaktion via E-Mail

„...Das Event im Esslinger KoKi am Donnerstagabend hat mir sehr gut gefallen. Dein Film strotzt ja nur so von Professionalität. Ich denke, so ein Thema lässt sich besser nicht realisieren. Hat sicher viel Mühe gemacht, all die Koryphäen zur Mitarbeit zu bewegen. Da sage ich nur: Chapeau! Ich bin nicht mehr der große Leser von Filmkritiken wie in den früheren Jahren, als ich noch regelmäßig ins Kino ging. Aber den Kreglinger habe ich in bester Erinnerung.

Hält sich wohl immer noch für den Papst unter den Kritikern. Er hat ja auch ein ungeheures Wissen, da beißt die Maus keinen Faden ab; aber in seiner Art erinnert er mich ein wenig an Herrn Trump, der ja auch denkt, er sei der größte aller Regierungschefs. Im Kinopublikum saßen nach meiner Wahrnehmung einige ausgesprochen kompetente und interessierte Leute, die den Protagonisten kluge Fragen stellten und sie dazu brachten, aus dem Nähkästchen zu plaudern. Auch die Kinobetreiberin hat mir gut gefallen.

Schade nur, dass auf das Handwerkliche des Films nicht eingegangen und die Arbeit des Regisseurs kaum gewürdigt wurde. Ich hoffe, Du hast den Abend trotzdem genießen können. Filmemachen ist eben ein hartes Brot. Sei froh, dass du nicht Werner Herzog oder Wim Wenders heißt...“

Gerd H. aus Heilbronn Reaktion via E-Mail
„...Wenn der Trailer vor der Sneak läuft, wird er immer lautstark bejubelt...“
Heilbronner Stimme 24. Februar 2017

Die Ankündigung in der Heilbronner Stimme als Originalausschnitt:

Presseausschnitt aus der Heilbronner Stimme vom 24. Februar 2017
Klaus Pellkofer alias A. G. Wells Filmkritik / Kommentar

Wozu braucht man eigentlich Filmkritiken. Eine berechtigte Frage und ist Filmkritiker eigentlich eine Berufsbezeichnung? Radio Eriwan würde diese Frage mit einem deutlichen „JEIN“ beantworten. Aber gehen wir doch dieser Frage einmal auf den Grund. Das dachte auch mein Kollege Wolfram Hannemann, seines Zeichens selbst Filmkritiker, Produzent und Filmemacher.

Also machte er sich ans Werk, über seine Stuttgarter Filmkritikerkollegen einen eigenen Film zu drehen. Das Ergebnis ist nach zwei Jahren jetzt fertig und seit Dezember 2016 auch schon in einigen Kinos zur Besichtigung freigegeben.

Neun namhafte Kollegen der Stuttgarter Kritikergilde haben bereitwillig, hoffe ich jedenfalls, Rede und Antwort gegeben. Was war ihr erstes Filmerlebnis? Hier gibt es sehr unterschiedliche Antworten. Einige wurden durch Freunde, Eltern oder Geschwister ins Kino verschleppt. Manche gingen auch freiwillig mit Schulkameraden in ausgesuchte Filme.

Aber auch der zuhause befindliche Fernseher führte letztendlich an die große Leinwand heran. Dass daraus später einmal ein Beruf wird, hatten die wenigsten auf ihrer Wunschliste. Die meisten der im Bild festgehaltenen Kritiker begannen ihre Laufbahn bei Zeitungen oder Rundfunkanstalten. Wobei auch ab und zu der Zufall eine Rolle spielte.

Der rote Faden, der durch den ganzen Film führt, ist aber die Liebe und Begeisterung für das Medium Film. Fast alle haben zuhause mehr oder weniger ihre Filmschätze gesammelt. Das reicht von 400 DVDs bis zur Liste der 15tausend. Darüber wird in der Dokumentation ausführlich berichtet. Wobei jeder eine etwas andere Herangehensweise an seine Filmkritiken hat. Offen geben die meisten zu, dass ein Verriss eines Filmes mehr Spaß macht als etwa ein Lob. Alle haben aber eines gemeinsam.

Egal ob Lob oder Tadel, diese angesprochenen Inhalte müssen dann auch ausführlich besprochen und hervorgehoben werden. Damit sich der Leser und Kinogänger seine eigene Meinung bilden kann, ob sich ein Kinobesuch lohnt oder man an diesem Tag lieber zuhause ein Buch liest.

Was ich bei der Befragung ein bisschen vermisst habe, war die Frage: Wie geht man nach dem Kinobesuch mit dem Gesehenen um? Ich zum Beispiel habe mir angewöhnt, nicht sofort nach dem Kinobesuch meine Kritik niederzuschreiben, sondern lieber das Ganze eine kleine Weile sacken zu lassen. Der Grund dafür ist: Man ist zu sehr euphorisch oder betrübt und lässt dies mit voller Wucht in die Kritik einfließen. Und wird damit dem Filmemacher nicht immer gerecht.

Diese Einsicht hatten auch einige der Kritikerkollegen, denn die Filmemacher haben sicher versucht ihr Bestes zu geben, es aber aus dem einen oder anderen Grund nicht geschafft. Geschafft hat es Wolfram Hannemann mit seiner Doku durchaus zu überzeugen. Filmaufbau und Schnitt sowie Musik sind gut gelungen. Sicher hat er den Rat eines großen Regisseurs wie Billy Wilder berücksichtigt. Der antwortete auf die Frage, wie mache ich einen guten Film: „Das Drehbuch, das Drehbuch, das Drehbuch“.

Wolfram Hannemann verfolgte auch noch eine andere Absicht. Er wollte diese Arbeit der Filmkritiker bei den Presseterminen in Stuttgart der Nachwelt erhalten. Ich finde eine durchaus löbliche Ansicht. Auch dafür ein Lob von meiner Seite.

98 Minuten – ein unterhaltender Film über einen speziellen Beruf, dem aber keine große Zukunft prophezeit wird.

Thomas Clotz · film-tipps.net Filmkritik

Ein Dokumentarfilm über 9 Filmkritiker(-innen) aus Stuttgart. Man lernte die Filmkritiker im Interview kennen, ihren Weg zu dem, was sie in ihrer Arbeit tun. In dem Film werden die 7 Männer und zwei Frauen porträtiert und erzählen offen über ihre Arbeit.

Welches war ihr erster Film? Braucht man überhaupt Filmkritiken? Helfen sie dem Kinogänger? Macht ein Verriss mehr Spaß als ein Lob? (offensichtlich ja :)) In der anschließenden Diskussion mit dem Regisseur (und Filmkritiker) Wolfram Hannemann wurden diese Fragen noch vertieft. Ein etwas anderer, aber interessanter Film.

Irmhild Tieck Reaktion via E-Mail
„...da hätten wir ja wirklich was verpasst! Meine beiden Freundinnen waren ebenso begeistert wie ich von Ihrem so ehrgeizigen, perfekt umgesetzten Projekt – obendrein unterhaltsam und Denkanstöße in viele Richtungen inklusive...“
Vorführungen

Vom Delphi durchs Ländle.

Nach der Weltpremiere im Dezember 2016 war der Film in zahlreichen Programm- und Kommunalen Kinos in Baden-Württemberg zu sehen.

Weltpremiere

15. Dezember 2016 · Delphi Arthaus Filmtheater Stuttgart

Sondervorführung mit zahlreichen Protagonisten des Films und anschließendem Filmgespräch.

Bisherige Kinotermine anzeigen

Kinothek Stuttgart-Obertürkheim

Gäste: Peter Kreglinger, Wolfram Hannemann

20:15 Uhr

Caligari Ludwigsburg

Open House · Filmgespräch im Anschluss

17:00 Uhr

Kommunales Kino Pforzheim

Gast: Wolfram Hannemann

18:45 Uhr

Arsenal Tübingen

Gäste: Rupert Koppold, Wolfram Hannemann

11:30 Uhr

Lichtspiele Mössingen

Gäste: Herbert Spaich, Wolfram Hannemann

20:15 Uhr

Kulisse Weil der Stadt

Gäste: Thomas Klingenmaier, Kathrin Horster, Wolfram Hannemann

19:30 Uhr

Kinostar Arthaus Heilbronn

Gäste: Herbert Spaich, Rupert Koppold, Klaus Friedrich, Wolfram Hannemann u. a.

17:30 Uhr

KoKi Esslingen

Gäste: Peter Kreglinger, Rupert Koppold, Klaus Friedrich, Wolfram Hannemann u. a.

19:00 Uhr

Delphi Arthaus Filmtheater Stuttgart

Weltpremiere

19:30 Uhr
Filmbuchung

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