Wolfram Hannemann
Filmkritiker / Freelance Journalist / Filmemacher

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Donnerstag, 08. Januar 2026
Von Einem, der keine Veränderungen mag
Komödiantisch verabschiedete sich heute die erste Pressewoche des Jahres

DIE ÄLTERN (1:2.35, 5.1 + 7.1 + Atmos)
Verleih: Constantin Film
Land/Jahr: Deutschland 2025
Regie: Sönke Wortmann
Darsteller: Sebastian Bezzel, Anna Schudt, Kya-Celina Barucki, Philip Müller, Judith Bohle
Kinostart: 12.02.2026

Aufgrund einer Sperrfristvereinbarung gibt es die Kurzkritik zu diesem Film erst am 12.02.2026 an dieser Stelle
Mittwoch, 07. Januar 2026
Mörderische Jobsuche
Den Jahresauftakt machte heute eine schwarzhumorige Geschichte aus Südkorea

NO OTHER CHOICE (1:2.35, 5.1 + Atmos)
OT: Eojjeoolsuga Eobsda
Verleih: Plaion Pictures
Land/Jahr: Südkorea 2025
Regie: Park Chan-wook
Darsteller: Lee Byung-hun, Son Yejin, Park Hee-soon, Lee Sung-min, Yeom Hye-ran, Cha Seung-won
Kinostart: 05.02.2026

Papier ist sein Leben. 25 Jahre lang hat Man-su in einer Papierfabrik gearbeitet und so Wohlstand für seine Familie erwirtschaftet – inklusive Traumhaus und Hunden. Doch jetzt erwischt es ihn kalt: er wird gekündigt. Die Jobsuche erweist sich als extrem zäh und so sammelt er Absage um Absage. Als das Geld immer knapper wird und sogar das Haus vor der Pfändung steht, reift ein finsterer Plan in seinem Kopf: was, wenn er seine Konkurrenten bei der Jobsuche eliminieren würde? So beginnt Man-su seine mörderische Idee in die Tat umzusetzen... Der Koreaner Park Chan-wook (OLDBOY) greift in seinem neuen Film einen Gedanken auf, der mir schon länger im Kopf herumschwirrt. Frei nach dem Motto ”Die Todesanzeigen von heute sind die Stellenangebote von morgen" entspinnt er seine schwarzhumorige Geschichte um einen biederen Familienvater, dem angesichts seiner Arbeitslosigkeit klar wird, dass es nicht zu wenig offene Stellen gibt, sondern zuviele Bewerber. Hitchcock hätte vermutlich seinen Spaß gehabt zuzuschauen, wie der Protagonist verzweifelt versucht, seinen ersten Mord zu begehen – eine echte Herausforderung für Ungeübte. Diese Sequenz hat mich an jene aus Hitchs DER ZERRISSENE VORHANG erinnert, in der Paul Newman und Julie Andrews versuchen Wolfgang Kieling zu meucheln. Irgendwann muss sich der Familienvater auch Gedanken darüber machen, wo er denn die toten Körper seiner Konkurrenten entsorgen kann. Nur gut dass er ein Meister der japanischen Bonsai-Züchtung ist. Und so wird geschnürt bis die Knochen krachen! Herrlich. Zumindest für diejenigen, die bei solchen Szenen noch hinschauen können. Leider ist der Film mit seiner Lauflänge von 139 Minuten etwas zu lang geraten. 20 Minuten weniger hätten es auch getan. Trotzdem bleibt NO OTHER CHOICE eine Empfehlung jenseits des Hollywood-Mainstreams.

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