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Montag, 06. Februar 2012 Krieg im Krieg Franzosenkino sollte meine recht überschaubare Pressewoche heute einläuten... KRIEG DER KNÖPFE (1:2.35, DD 5.1) OT: La Nouvelle Guerre Des Boutons Verleih: DCM Land/Jahr: Frankreich 2011 Regie: Christophe Barratier Darsteller: Laetitia Casta, Guillaume Canet, Kad Merad Kinostart: 29.03.2012 Die südfranzösische Provinz im Jahre 1944. Die Jungen zweier Nachbardörfer liefern sich aus nichtigen Gründen einen Kampf bis aufs Messer. Letzteres wird allerdings nur dazu genutzt, dem Feind nach dem Sieg stets sämtliche Knöpfe vom Hemd abzuschneiden. Als sich Lebrac, der Führer der einen Gruppe, in das neu hinzugezogene Mädchen Violette verliebt, wird die ganze Sache hoch brisant. Denn Violette ist in Wirklichkeit eine Jüdin, die vor den französischen Kollaborateuren versteckt werden soll. Um sie zu schützen, müssten alle an einem Strang ziehen... Mit KRIEG DER KNÖPFE präsentiert Regisseur Christophe Barratier bereits die vierte Verfilmung des Erfolgsromans von Louis Pergaud aus dem Jahre 1912, in dem der Autor die letzten Tages einer Kindheit und den Beginn des Erwachsenwerdens schildert. Die bekannteste der Verfilmungen ist jene von Yves Robert aus dem Jahre 1962, in der die Geschichte in die fünfziger Jahre verlegt wurde. Barratiers Verfilmung verlagert die Story in das Jahr 1944 und ergänzt sie um zwei wesentliche Aspekte: die Deportation der Juden durch französische Kollaborateure und die französische Resistance. Wesentlich für eine politische Auseinandersetzung der Franzosen mit ihrer nicht immer ruhmreichen Vergangenheit, nicht aber für die ursprüngliche Geschichte. Die hätte auch prima ohne den politischen Anspruch funktioniert. Jetzt lastet eine schwermütige, depressive Stimmung auf der Geschichte, in der es eigentlich um Freunde und Feinde, das Siegen und das Verlieren sowie die erste große Liebe und den Übergang zum Erwachsensein geht. Die Rivalität zwischen den beiden Jugendbanden gerät viel zu ernst. Da kann dann auch das Lächeln des kleinen Knirpses Gibus nichts mehr ausrichten. Kad Merad ist in der Rolle von Lebracs Vater komplett unterfordert und kann sein Potenzial ganz und gar nicht einbringen. Musikalisch zwar höchst beeindruckend, in ihrer Wirkung jedoch übertrieben ist der Score von Philippe Rombi. Die perfekt komponierten CinemaScope-Bilder von Kameramann Jean Poisson suggerieren stets, dass man hier zwar ganz Großes im Auge hatte, es aber einfach nicht funktionieren will. Wer dem Filmplakat traut, das einen Film im Stil von DER KLEINE NICK nahelegt, wird vom KRIEG DER KNÖPFE vermutlich herb enttäuscht werden. |
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Freitag, 03. Februar 2012 Stangenware Hollywood-Sternchen Katherine Heigl hatte ich es zu verdanken, dass uns die heutige Pressevorführung spendiert wurde. Die Dame war nämlich zu Besuch im Schwabenland. EINMAL IST KEINMAL (1:2.35, DD 5.1) OT: One For The Money Verleih: Concorde Land/Jahr: USA 2011 Regie: Julie Anne Robinson Darsteller: Katherine Heigl, Jason O'Mara, Daniel Sunjata Kinostart: 19.04.2012 Stephanie Plum ist nicht nur ihren Job los, sondern auch ihre Ehe. Beides hat nicht funktioniert. Als jetzt auch noch das Geld knapp wird und ihr kleiner roter Sportflitzer gepfändet wird, nimmt sie einen neuen Job in der Firma ihres Cousins an – einem Kautionsbüro. Ausgerechnet ihre einstige Jugendliebe wird ihr erster Auftrag. Sie soll den untergetauchten Cop Joe Morelli auftreiben, der unter Anklage steht... Wer auf Hollywood-Sternchen Katherine Heigl steht, wird diesen Film ganz sicher entgegen besseren Ratschlägen sowieso konsumieren. Zugegeben: Heigl macht eine recht ordentliche Figur als Gelegenheitsdetektivin und darf sich sogar unbekleidet unter die Dusche stellen. Doch das reicht einfach nicht für einen netten Kinoabend. Die Story ist öde, die Gags zünden nicht. Da bleibt nichts anderes zu tun, als sich irgendwie durch den Film zu mogeln und das Beste daraus zu machen. Kleiner Tipp: heisses Date mit ins Kino nehmen, dann nervt der Film nicht so. |
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Donnerstag, 02. Februar 2012 Beeindruckend Heute sind mal wieder alle Natur- und Tierfreunde auf ihre Kosten gekommen. UNSER LEBEN (1:1.85, DD 5.1) OT: One Life Verleih: Paramount Land/Jahr: Großbritannien 2011 Regie: Martha Holmes, Mike Gunton Kinostart: 15.03.2012 Mit UNSER LEBEN kommt eine atemberaubende Tierdokumentation in die Kinos, in der es im Grunde genommen um das Fressen und das Gefressen werden geht. Alles Leben beginnt mit der Geburt. So widmet sich der Film in seiner ersten Phase dem Nachwuchs und insbesondere den Tiereltern, die dafür Sorge tragen müssen, dass ihr Nachwuchs überlebt. Ob Gorillas in Afrika oder Seehunde in der Arktis. Ob Elefanten oder winzige Frösche. Sie alle haben Überlebensstrategien entwickelt, um in der wilden Natur gegen die natürlichen Feinde zu bestehen. Mit phantastischen Bildern (teilweise in extremen Makroaufnahmen) werden diese Strategien eindrucksvoll präsentiert, zurückhaltend aus dem Off kommentiert von Daniel Craig (in der deutschen Fassung gesprochen von Dietmar Wunder). Der zweite Teil des weltumspannenden Films handelt vom tagtäglichen Überlebenskampf, dem Finden von Nahrung. Hier präsentieren die Filmemacher ein paar wirklich originelle Spezies, die wahre Meister in der Futterbeschaffung geworden sind und denen man eigentlich nur neiden kann. Untermalt ist der Dokumentarfilm mit einer imposanten Musik aus der Feder von George Fenton. |
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In eigener Sache Wer meinen Filmblog regelmäßig liest und diesen möglicherweise als Entscheidungshilfe bei der Planung eines Kinobesuches nutzt, wird sich vermutlich schon seit einiger Zeit darüber wundern, dass bestimmte Filme in meinem Blog nicht auftauchen. Das liegt nicht etwa daran, dass ich anfange Pressevorführungen ausfallen zu lassen, sondern ist zwei Tatsachen geschuldet:
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