Wolfram Hannemann
Filmkritiker / Freelance Journalist / Filmemacher

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Dienstag, 02. Juni 2026
Es geht um den Höhepunkt
Hurra – endlich mal wieder eine Pressevorführung!

CHÉRI, ICH KOMME! – DIE ERFINDUNG DER LUST (1:1.85, 5.1)
OT: Pour Le Plaisir
Verleih: Neue Visionen
Land/Jahr: Frankreich 2026
Regie: Reem Kherici
Darsteller: Alexandra Lamy, François Cluzet, Reem Kherici
Kinostart: 23.07.2026

Nach 20 Ehejahren und etlichen Stunden bei ihrer Sex-Therapeutin gesteht Fanny ihrem Mann Thomas, dass sie noch nie einen Orgasmus hatte. Der ist freilich vollkommen perplex und weiß gar nicht wie ihm geschieht. Da macht sich der arbeitslose Bastler und Tüftler daran, seiner Frau einen Orgasmus zu bereiten – mit Lötkolben, Servomotor und allem was die Werkstatt hergibt... Was im Original ganz dezent ”Für die Lust” oder ”Für das Vergnügen” heisst, wurde für den deutschen Markt etwas reisserisch mit ”Chéri, ich komme!” übersetzt. Damit man auch gleich weiß was Sache ist. Inszeniert wurde der Film über die Erfindung eines revolutionären Sex Toys von Regisseurin Reem Kherici nach wahren Begebenheiten – natürlich mit allen künstlerischen Freiheiten, die den Stoff kinotauglich machen sollen. Das gelingt sogar recht ordentlich und artet nicht derart aus, wie man es von thematisch ähnlichen US-Filmen kennt. Freilich wird auch hier an der ein oder anderen Stelle der Bogen etwas überspannt. Aber wirklich ein klein wenig. Großer Pluspunkt: an einer Stelle im Film musste ich tatsächlich lachen! Das hatte aber nichts mit dem Thema des Films zu tun, sondern vielmehr mit ein paar Fischen und ihrem düsteren Schicksal. Immerhin. Alexandra Lamy und François Cluzet spielen das Paar, das sich dem weiblichen Orgasmus annimmt und man schaut ihnen gerne dabei zu. Nicht was Sie denken! Alles in allem hat Kherici die ganze Sache als Komödie inszeniert. Eine, die im Nachgang nach dem Kinobesuch vielleicht für ein paar heise Diskussionen sorgen könnte.


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