Wolfram Hannemann
Filmkritiker / Freelance Journalist / Filmemacher

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FANTASY FILMFEST NIGHTS 2011

Samstag, 02. April 2011

13 ASSASSINS (1:2.35, DD 5.1)
OT: Jûsan-nin No Shikaku
Anbieter (Label): Ascot Elite Home Entertainment
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Land/Jahr: Japan, Großbritannien 2010
Regie: Takashi Miike
Darsteller: Kôji Yakusho, Tsuyoshi Ihara, Yusuke Iseya
Kinostart: nicht vorhanden

Im Japan des 18. Jahrhunderts regiert Fürst Naritsugu, eine Abkömmling des Shogun, das Land mit äußerster Härte. Was anderes kann man auch von einem Sadisten schon erwarten? Um den vielen Qualen ein Ende zu bereiten, rotten sich ein paar mutige Samurais zusammen. Ihr Plan: sie wollen Naritsugu während seiner Reise durch die Provinz umbringen. Doch der Übermacht von 200 Kriegern stehen sie nur zu dreizehnt gegenüber... Takashi Miikes Filme sind eigentlich schon lange Pflicht auf dem “Fantasy Filmfest”. Kaum ein anderer japanischer Regisseur bringt eine solche Flut von Filmen hervor wie dieses Enfant Terrible des asiatischen Kinos. In seinem Historienspektakel geht es dem Meister dabei weit weniger um die Darstellung der politischen Lage seines Landes in jener Zeit oder gar um präzise Charakterzeichnungen. Sein Hauptaugenmerk liegt hier auf ganz klar auf der Action. Wenn sich die 13 tapferen Samurais mit den Heerscharen des Fürsten duellieren, dann fliegen die Fetzen. Allerdings hat man derartige Martial Arts Märchen schon in besserer Variation erleben dürfen. Erinnert sei hier an AZUMI, in dem es eine junge Frau mit Hunderten von gestandenen Kriegern lässige aufnimmt und damit echten Pep beweist.

KIDNAPPED (1:2.35, DD 5.1)
OT: Secuestrados
Anbieter (Label): Universum Film
Vertrieb: Universum Film
Land/Jahr: Spanien 2010
Regie: Miguel Angel Vivas
Darsteller: Ana Wagener, Fernando Cayo, Manuela Vellés
Kinostart: nicht vorhanden

Gerade erst sind Jaime, Marta und ihre Tochter in ihre neue Villa eingezogen, als sich am Abend plötzlich Maskierte auf brutale Weise Zugang zum Haus verschaffen. Die bösen Buben haben es auf das Geld der Familie abgesehen. Vater Jaime wird dazu gezwungen, mit einem der Täter und sämtlichen Geldkarten zum nächstgelegen Bankautomaten zu fahren, um die Konten leerzuräumen. Mutter und Tochter bleiben als Geiseln in den Händen der Komplizen. Ausgerechnet jetzt dreht einer der Typen durch und das Martyrium nimmt seinen Lauf... Fast ohne Schnitte lieferte Miguel Angel Vivas seinen Thriller ab. Die gibt es nur beim Wechsel der Filmrollen. Ansonsten bleibt die Kamera stets in Bewegung, folgt in langen Steadycam-Shots den Darstellern durch das riesige Haus oder fährt im Auto mit zum Bankomaten. Doch Vivas hält seinen eindrucksvollen Stil leider nicht ganz durch und unterbricht diesen durch den sehr willkürlich erscheinenden Einsatz der “Split Screen”-Technik, die dem Zuschauer zwei parallel ablaufende Handlungstränge präsentiert. Was allerdings bei diesem äußerst brutalen Thriller am meisten stört, ist der Dilettantismus, den die Gangster hier an den Tag legen. Das könnte vermutlich jeder Zuschauer besser! Nervtötend auch das ständige hysterische Geschrei der beiden Frauen, das unweigerlich dazu führt, dass man sich inbrünstig wünscht, dass die Bösen dieser akustischen Folter ein Ende bereiten. Miguel Angel Vivas‘ Film ist letztendlich eine Art Michael Haneke für Arme – ohne Nebenwirkungen.

TROLL HUNTER (1:1.85, DD 5.1)
OT: Trolljegeren
Verleih: Universal
Land/Jahr: Norwegen 2010
Regie: André Øvredal
Darsteller: Otto Jespersen, Glenn Erland Tosterud, Johanna Mørck
Kinostart: 07.04.2011

Eigentlich will das dreiköpfige studentische Filmteam einem Wilderer auf die Spur kommen, der im norwegischen Bergland Braunbären tötet. Einen Verdächtigen haben die drei auch gleich parat: ein seltsamer Kauz, der in einem abgewrackten Wohnwagen haust und nachts mit seinem Land Rover durch die Landschaft düst. Die Studenten hängen sich an seine Fersen nur um festzustellen, dass ihr vermeintlicher Wilderer ganz anderes im Schilde führt. Denn der Herr mit “Indiana Jones”-Hut auf dem Kopf jagt Trolle! Das Filmteam ist davon überzeugt, dass Hans – so sein Name – ein Spinner ist. Nach anfänglicher Blockade willigt er ein, sich von den Studenten bei seiner Arbeit beobachten zu lassen. Deren Skepsis bezüglich Trollen wird jetzt ganz schnell aus dem Weg geräumt... “Mockumentaries” sind in. Ganz im Stil von Filmen wie BLAIR WITCH PROJECT, CLOVERFIELD oder REC tarnt sich der Film von André Øvredal als Videoband, das nach dem Verschwinden der Protagonisten irgendwo aufgefunden wurde und jetzt in nicht überarbeiteter Form dem Publikum präsentiert wird. Herausgekommen ist dabei eine höchst vergnügliche Geschichte, die sich hervorragend darauf versteht, eindrucksvolle visuelle Effekte nahtlos in die imposante norwegische Landschaft mit ihren vielen Seen, Bergen und Wäldern einzufügen. Der niemals lächelnde Hans entpuppt sich als ein wahrer Profi in Sachen Trolle und erklärt dem Filmteam die vielen unterschiedlichen Varianten, die sich in Norwegens Bergwelt verstecken. Doch sein Job macht ihm nicht mehr so viel Spaß wie früher, seit Überstunden nicht mehr bezahlt werden und es auch keine Nachtzuschläge mehr gibt! Wer jetzt allerdings glaubt, dass man hier nur lachen kann, dem demonstriert André Øvredal, dass es auch anders geht. Anhand eines bombastischen Sounddesigns, dem nur technisch ausgereifte Kinos Stand halten können, sorgt er bei der fröhlichen Trolljagd durchaus auch für Schreckmomente. TROLL HUNTER dürfte zweifelsohne das Sahnestückchen der “Fantasy Filmfest Nights” gewesen sein. Ein Geheimtipp, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

I SPIT ON YOUR GRAVE (1:2.35, DD 5.1)
OT: I Spit On Your Grave
Anbieter (Label): Sunfilm Entertainment
Vertrieb: Sunfilm Entertainment
Land/Jahr: USA 2010
Regie: Steven R. Monroe
Darsteller: Sarah Butler, Chad Lindberg, Tracey Walter
Kinostart: nicht vorhanden

Eine junge Frau mietet sich in einem vollkommen abgelegenen Waldhäuschen im amerikanischen Hinterland ein, um dort in Ruhe ihren Roman schreiben zu können. Es dauert nicht lange, bis plötzlich die vier Jungs von der nahe gelegenen Tankstelle in ihrem Haus stehen, sie bedrängen, foltern und schließlich brutal vergewaltigen. Selbst der Sheriff ist dabei mit von der Partie. Als die Männer die junge Frau umbringen wollen, kann sie sich in letzter Minute retten. Jetzt beginnt ihr kompromissloser Rachefeldzug... Das Remake eines bekannten “Rape & Revenge” Thrillers aus den siebziger Jahren vermeidet Spannung und zielt direkt auf die niedersten Instinkte des Publikums. Hier geht es nicht um Schuld und Sühne oder Rache und Gerechtigkeit, sondern nur darum, möglichst grausame Hinrichtungsmethoden anschaulich und en detail zu demonstrieren. I SPIT ON YOUR GRAVE gehört damit zweifelsfrei zur Gattung des “Torture Porns”. Wer will so etwas tatsächlich sehen? Ich jedenfalls nicht.

THE HOLE (1:1.85, 3D, DD 5.1)
OT: The Hole
Verleih: Ascot Elite
Land/Jahr: USA 2009
Regie: Joe Dante
Darsteller: Teri Polo, Haley Bennett, Chris Massoglia, Bruce Dern
Kinostart: nicht vorhanden

Zum wiederholten Male bereits muss Teenager Dane mit seinem jüngeren Bruder und seiner Mutter umziehen. Seit der Vater im Gefängnis ist, reist die kleine Familie von Ort zu Ort. Während sich seine Mutter auf einen nagelneuen Job freut, findet Dane das neue Domizil, ein kleines Vororthäuschen, einfach nur ätzend. Bis er die hübsche Nachbarin Julie kennenlernt. Eines Tages entdecken die Kids eine mit vielen Schlössern verriegelte Tür auf dem Kellerboden. Diese führt in ein unendlich tiefes Loch. Doch die Kids hätten diese Tür niemals öffnen sollen... Man kann es ganz gut verstehen, dass sich für diesen Film unter Regie von Joe Dante (GREMLINS) kein deutscher Filmverleiher gefunden hat. THE HOLE wird hierzulande direkt auf DVD und Blu-ray erscheinen und ist nur während der “Fantasy Filmfest Nights” im Kino zu sehen. Dantes Film ist schlicht und ergreifend einfach viel zu konventionell! Es ist, als ob Dantes eist nach wie vor in den achtziger Jahren verweilt. Die Story ist komplett vorhersehbar, bietet die üblichen Logikbrüche und vermag kaum Spannung aufzubauen. Überdies bedient sich der Regiealtmeister berühmter Vorbilder. So zitiert er nicht nur seinen eigenen Film GREMLINS (jetzt ist es eine Clownspuppe, die für Angst und Schrecken sorgt), sondern auch Bernard Roses alptraumhaften PAPERHOUSE (hier wie dort taucht ein böser Vater auf). Sogar die gängigen Szenen aus japanischen Horrorfilmen der Neuzeit sind enthalten (ein kleines, untotes Mädchen sowie andere Wesen, die ins Loch hineinkrabbeln). Viel zu kurz geraten ist der Auftritt von Dick Miller, den Dante in allen seinen Filmen auftauchen lässt. Dafür gibt es eine Performance von Bruce Dern, die Erinnerungen an Christopher Lloyds Darstellung des Professors aus ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT wachrufen. Also alles kalter Kaffee, für den es schwer sein wird, zahlendes Publikum zu finden. Immerhin: eine nette Gute-Nacht-Geschichte zum Thema “Stelle Dich Deiner Angst, damit Du sie überwinden kannst”.

Sonntag, 03. April 2011

ESSENTIAL KILLING (1:1.85, DD 5.1)
OT: Essential Killing
Verleih: Ascot Elite
Land/Jahr: Polen, Norwegen, Irland, Ungarn 2010
Regie: Jerzy Skolimowski
Darsteller: Vincent Gallo, Emmanuelle Seigner, Zach Cohen
Kinostart: nicht vorhanden

In der zerklüfteten Felsenlandschaft Afghanistans fällt ein Taliban-Kämpfer in die Hände der Amerikaner. Nach einem Martyrium aus Verhör und Folter wird er schließlich zusammen mit anderen Gefangenen außer Landes geflogen. Während eines Unfalls kann er seine Häschern entkommen und findet sich inmitten eines tief verschneiten Waldes wieder. Nichtsahnend wo er sich befindet, hat er nur ein Ziel: Überleben. Jerzy Skolimowskis im letzten Jahr bei den Filmfestspielen in Venedig mit dem Spezialpreis der Jury und dem Preis für den besten Hauptdarsteller ausgezeichnete Film kommt fast komplett ohne Dialoge aus. Wenn gesprochen wird, dann nur Unbedeutendes. Viel wichtiger erscheint hier der Überlebenskampf eines Menschen, der dafür notwendigerweise töten muss. Skolimowski zeigt zwar grausame Szenen, aber er lässt seine Kamera nie direkt daran teilhaben, wodurch sein Film noch viel intensiver wirkt. ESSENTIAL KILLING ist Arthaus-Kino, das eine innere Spannung erzeugt, die den Zuschauer weit mehr zu fesseln vermag als jeder konventionelle Actionfilm. Aufgrund der ausgezeichneten Ton- und Bildarbeit des Films wäre eine Kinoauswertung höchst wünschenswert. Die allerdings wird es in Deutschland nur während der “Fantasy Filmfest Nights” geben. Freilich gehört der Film dort eigentlich gar nicht hin, aber die Festivalmacher waren schon immer für ein paar Überraschungen gut. Danach wird der Film hierzulande leider nur auf DVD und Blu-ray vermarktet. Schade darum.

BURKE & HARE (1:2.35, DD 5.1)
OT: Burke & Hare
Anbieter (Label): Ascot Elite Home Entertainment
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Land/Jahr: Großbritannien 2010
Regie: John Landis
Darsteller: Simon Pegg, Andy Serkis, Isla Fisher
Kinostart: nicht vorhanden

Im schottischen Edinburgh des 19. Jahrhunderts schlagen sich die beiden “Unternehmer” Burke und Hare mit halbseidenen Geschäften durch das Leben. Als die renommierten Mediziner der Stadt für ihre Forschungszwecke Leichen benötigen, die jedoch seit einer Gesetzesänderung nicht mehr ohne Weiteres zu beschaffen sind, springen die beiden Gauner mit ihrer neuen Geschäftsidee in die Presche. Für gutes Geld sollen sie mindestens zwei Leichen pro Woche beschaffen. Doch da leider keine Epidemie herrscht und auch sonst recht wenig gestorben wird, greifen Burke und Hare zu drastischeren Mitteln... Die Eröffnungscredits legen die Marschroute gleich von Anfang a fest: “Dieser Film beruht auf einer wahren Geschichte. Mit Ausnahme der Teile, die frei erfunden sind”. Damit überlässt Regisseur John Landis seinem Publikum die Entscheidung über Dichtung und Wahrheit. Eine Aufgabe, die man bei dieser rabenschwarzen Komödie gerne wahrnimmt! Mit bestem britischen Witz und noch besserem schottischen Akzent präsentiert Landis ein handverlesenes Ensemble, das das ohnehin schon sehr gelungene Drehbuch mit Leben erfüllt. Der Film avanciert binnen Minuten bereits zu einem Geheimtipp für Gourmets schwarzen Humors! Wie immer bei Filmen von Landis gibt es bekannte Filmschaffende in Gastauftritten zu sehen (u.a. Special Effect Guru Ray Harryhausen und Kameramann Robert Paynter). Tolle Schauspieler, stimmiges Produktionsdesign, guter Score – in einem Wort: klasse Kino!

MOTHER’S DAY (1:2.35, DD 5.1)
OT: Mother’s Day
Anbieter (Label): Kinowelt Home Entertainment
Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment
Land/Jahr: USA 2010
Regie: Darren Lynn Bousman
Darsteller: Rebecca De Mornay, Jaime King, Deborah Ann Woll
Kinostart: nicht vorhanden

Während in dem kleinen Vororthäuschen mehrere befreundete Paare im Keller eine Party feiern, dringen vier Bankräuber auf der Flucht in das Haus ein und terrorisieren die Anwesenden. Als schließlich auch noch die Mutter der Räuber mitsamt Töchterlein eintrifft, wird es richtig schlimm... Das Remake eines achtziger Jahre Kultschockers ähnelt in seinem Aufbau sehr dem spanischen KIDNAPPED, der am Vortag bei den “Fantasy Filmfest Nights” zu sehen war. Leider bietet der Film des SAW-Regisseurs Darren Lynn Bousman nicht gerade viel, um Konsumenten glücklich zu machen. Denn wie bereits in I SPIT ON YOUR GRAVE, so setzt auch dieses Werk mehr Wert auf Brutaloeinlagen denn auf Spannung. Und einmal mehr erweist sich das Drehbuch als etwas weltfremd im Hinblick auf die Handlungsweisen sowohl der Bösen als auch der Guten. Einzig und allein die von Rebecca De Mornay mit souveräner Lässigkeit gespielte Mutter macht den Film erträglich. Hier hätte man sich allerdings weit mehr Sarkasmus und schwarzen Humor gewünscht. MOTHER’S DAY nimmt sich einfach viel zu ernst.

I SAW THE DEVIL (1:1.85, DD 5.1)
OT: Akmareul Boatda
Anbieter (Label): Splendid Film
Vertrieb: WVG Medien
Land/Jahr: Südkorea 2010
Regie: Kim Ji-Woon
Darsteller: Lee Byung-hun, Jeon Gook-hwan, Cheon Ho-jin
Kinostart: nicht vorhanden

Als seine junge Ehefrau von einem sadistischen Killer auf bestialische Weise abgeschlachtet wird, beginnt deren Mann, ein Geheimagent, seinen privaten Rachefeldzug gegen den Serienmörder. Dabei mutiert dieser selbst nach und nach zu einem extrem brutalen Monster, vor dem sich schließlich sogar der Serienkiller fürchten muss... Die mit Abstand brutalste Blutschlacht, die im Rahmen der “Fantasy Filmfest Nights” zu sehen war. Es ist schier unglaublich, was Koreaner alles an Schmerzen einstecken können! Doch bei all seinen extremen Grausamkeiten bietet I SAW THE DEVIL Adrenalinkino vom Feinsten. Hier stimmt das Drehbuch und die Darsteller können ihre Rollen glaubhaft vermitteln. Seine 140 Minuten Spielzeit vergehen wie im Flug. Und wenn man glaubt, dass der Film nach der ersten halben Stunde bereits sein Ende erreicht hat, so liegt man damit weit daneben und merkt ganz schnell, dass das nur das Vorspiel war. Das ausgefeilte und äußerst dynamische Sounddesign peitscht die effektvolle Filmmusik stets voran und sorgt dafür, dass man ab und zu das Atmen vergisst. Vor dem Konsum dieses Thrillers muss allerdings ein Warnung ausgesprochen werden: das ist alles andere als leichte Kost!

WAKE WOOD (1:2.35, DD 5.1)
OT: Wake Wood
Anbieter (Label): Atlas Film Home Entertainment
Vertrieb: Koch Media
Land/Jahr: Irland, Großbritannien 2010
Regie: David Keating
Darsteller: Ella Connolly, Eva Birthistle, Aidan Gillen
Kinostart: nicht vorhanden

Nachdem die beiden Eltern ihre kleine Tochter bei einem tragischen Unfall verloren haben, lassen sie sich in dem kleinen englischen Ort Wake Wood nieder. Bald schon erfahren sie, dass die Bewohner der Dorfes ihre kleine Tochter für drei Tage wieder zum Leben erwecken können. Sie lassen sich darauf ein, ohne die Konsequenzen zu bedenken... Britisches Kino der “Old School”, das leider etwas darunter leidet, dass die Geschichte in die Gegenwart transportiert wurde. Denn eine verschworene, kleine Dorfgemeinschaft mit dunklen Geheimnissen und magischen Kräften will so ganz und gar nicht in die Jetzt-Zeit passen. Die wäre viel besser (und vor allem wirkungsvoller!) in einem Schwarzweiß-Film der fünfziger Jahre aufgehoben. Damit belibt WAKE WOOD nur mäßig spannend und bietet die genre-üblichen Bluteffekte, welche ganz und gar nicht notwendig gewesen wären. Gruselkino ohne Nebenwirkungen.

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